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17.10.04: Schwarzkümmel lindert viele Beschwerden
Heilpflanze: Die Naturheilkunde schätzt vor allem die Wirkstoffe des Öls
Schwarzkümmel ist vor allem als schmackhafte Garnitur von Backwaren oder als Würzmittel bekannt. In der Naturheilkunde jedoch werden die Wirkstoffe des Öls geschätzt. Das beste Schwarzkümmelöl gibt es in der Apotheke und im Reformhaus. Da es große Qualitätsunterschiede gibt, ist eine Beratung durch Fachkräfte unerlässlich. Geprüftes Öl enthält rund 100 Inhaltsstoffe, darunter Borneol, Karvakrol, Karvon und Thymol.
Bekannt ist die Heilwirkung des Kümmels bei Blähungen. Auch das Öl ist als sanftes Naturheilmittel bei vielen Beschwerden verwendbar. Es kann bei Ekzemen, Prellungen, Hautpilz, Neurodermitis, Blutergüssen, Schuppenflechten und Akne, Prellungen und Verstauchungen eingesetzt werden.
Innerlich stabilisiert es das Immunsystem, reguliert den Blutzuckerspiegel, erweitert die Bronchien und hat auch entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften. Vorbeugend kann die Einnahme von täglich zwei Kapseln Schwarzkümmelöl die Beschwerden bei Heuschnupfen lindern. Allerdings sollten die Kapseln vor dem einsetzenden Pollenflug eingenommen werden. Im akuten Fall bringt die zusätzliche Inhalation von Schwarzkümmelsamen auf ein Liter heißes Wasser aufgegossen Linderung.
Bei Nieren-, Pilz- und sogar Tumorerkrankungen, bei Ohrenschmerzen, Schlafstörungen, Schuppenflechte soll Schwarzkümmel seine Heilkraft entfalten. Das hört sich sonderbar an, ist es aber nicht, wie die Forschung zeigt. Sicher darf von einem Naturheilmittel nicht zuviel erwartet werden, aber sogar an einem Krebsforschungsinstitut wurden erstaunliche Entdeckungen gemacht.
Die Wissenschaftler in Hilton Head Island (US-Staat South Carolina) hatten nach einem Wirkstoff gesucht, der Tumorzellen zerstört, aber das gesunde Gewebe am Leben lässt. Aus der Studie zur Krebs bekämpfenden Wirkung von Schwarzkümmelöl geht hervor, dass es sich vor allem in der begleitenden Krebstherapie als auch in der Vorbeugung bewiesen hat. Man nimmt an, dass das Öl die Bildung von Knochenmarkszellen anregt, die Interferonproduktion steigert und die Produktion der Immunzellen anregt. Außerdem soll das Öl Tumorzellen zerstören und die Anzahl der Antikörper erhöhen.
Quelle: Fränkische Nachrichten